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Wie wird gepflastert?

Arbeitsweise für Pflasterarbeiten von
WiDi - Die Handwerker Kommen


Damit Sie eine Vorstellung von unserer Arbeitsweise bekommen, sind hier einzelne Arbeitsschritte der Pflasterarbeiten aufgeführt.

Aushub, Frostschutzschicht und Feinplanie


Der Aushub ist ca. 30 cm breiter als die endgültige Pflasterfläche. Im Unterbauplanum (Aushubsohle) wird ein Längsgefälle von ca. 0,5% (= 0,5 cm auf 1 m) und ein Quergefälle von ca. 2,5% für die Oberflächenentwässerung berücksichtigt. Das Unterbauplanum (Aushubsohle) wird standfest verdichtet. Bei im Untergrund anstehenden Lehm- und Mischböden wird auf die Aushubsohle ein Vlies gelegt, um späteren Frosthebungen und Nichtverfestigungen aufgrund von Gräderverlehmungen, die den Gräder wasserdicht machen, vorzubeugen und eine seitliche Entwässerung über ein längs verlegtes Drainagerohr sicherzustellen, indem dieses mit Drainageschotter und Filtervlies umgeben wird. Schotter 0-63 mm wird lagenweise eingebracht und mit der Vibrationswalze verdichtet (max. 20 cm je Lage!). Die Stärke dieser Frostschutzschicht ist je nach örtlichen Gegebenheiten und Belastung der Fläche (Frosttiefe) 30 - 70 cm stark und wird oberseitig im Gefälle der Pflasterfläche ausgeführt sein. Darauf wird eine ca. 10 cm starke Feinplanie aus Schotter 0-16 mm aufgebracht und mit der schweren Rüttelplatte gut verdichtet. Die Oberfläche ist gegenüber dem anschließenden Bettungsmaterial filterstabil geschlossen. Filterstabil heißt, dass der Bettungssand nicht in die Tragschichten einrieselt oder durch Wasser eingeschwemmt wird. Die Feinplanie wird auf +/- 1 cm exakt hergestellt, damit das Sandbett eine annähernd gleiche Stärke von max. +/- 1 cm aufweist und ungleichmäßige Setzungen vermieden werden. Wir berücksichtigen daher gegenüber Einbauten wie Kanaldeckel etc. vor dem Rütteln ca. 1,5 cm Überstand der Flächenoberkante.

Pflasterarbeiten von WiDi in Hückelhoven - Skizze

Seitliche Einfassung:


Eine seitliche Einfassung stellt sicher, dass die Pflastersteine am Rand nicht auswandern. Idealerweise erfolgt sie im passenden Design mit Cotta Blocksteinen, Tegula Mauersteinen, Forum Minipalisaden oder Botanico Beeteinfassungssteinen. Alle vier Systeme bieten genügend Höhe für den anschließenden Rasen, damit dieser nicht verdorrt. Wir versetzen die Steine in einem ausgehobenen Graben in 10-20 cm hoch eingebrachten Pflasterdrainbeton.



Herstellung der Bettung:


Wir legen die Formrohre auf die Feinplanie und füllen die Räume dazwischen mit dem Bettungsmaterial auf. Dann ziehen wir die Alulatte über die Formrohre um eine gleichmäßig starke, höhengenaue Bettung herzustellen. Nach dem Herausnehmen der Formrohre wird der dadurch entstandene Hohlraum mit dem Bettungsmaterial aufgefüllt. Die fertige Bettung wird weder verdichtet noch betreten. Wir stellen keine größere Bettung her, als wir an einem Tag Pflastersteine verlegen werden können. Wichtig dabei ist das wir nur kalkarmes (beugt Setzungen und Ausblühungen vor), gewaschenes (beugt Frostschäden vor) und kornabgestuftes (ist filterstabil gegen Einrieseln oder Einschwemmen des Fugensandes in das Sandbett) Material verwenden!


Verlegen von Pflastersteinen:


Wir achten bei der Verlegung auf eine – je nach Steinsystem – 3-8 mm breite Rundumfuge. Nur bei solchermaßen verlegten Steinen (ohne direkten Betonkontakt der Steine) bleibt die Möglichkeit erhalten, die selben Steine z.B. bei einem Rohrbruch unter der Pflasterfläche herauszunehmen und wieder zu verlegen. Wir bauen keine Steine mit sichtbaren Mängeln (Transportschäden etc.) ein. Für Anpassarbeiten an Schächte, Mauern etc. werden die Steine mit dafür geeigneten Geräten (bspw. Steinspaltgerät, Steintrennsäge) zugeschnitten. Aus Gründen der Optik – und der Stabilität der Flächenränder und damit der gesamten Fläche – wird am Rand kein Flickwerk aus kleinen Riemchen und Zwickelsteinen verlegt.


Einsanden und Abrütteln:


Für die Fugenverfüllung wird ein ungebundenes Material verwendet. Wir verwenden grundsätzlich kalkarmes Fugenmaterial (z.B. Quarz-Brechsand), da dieses hilft, Ausblühungen zu vermeiden. Der Fugensand wird auf die Fläche geschüttet und gründlich eingekehrt. Die Oberfläche wird abgekehrt und mit reichlich Wasser eingeschlämmt dann wird die Trocknung der Steinoberfläche abgewartet. Im trockenen Zustand wird mit einer geeigneten Rüttelplatte mindestens einmal abgerüttelt. Zum Schutz der Steinoberfläche vor Kratzspuren und Kantenabplatzungen verwenden wir einen Rüttler mit Kunststoff-(Gummi-)Gleitplatte. Anschließend wird nochmals gründlich Fugenfüllung eingekehrt, die Oberfläche abgekehrt und eingeschlämmt. Die Fläche ist sofort benutz- und befahrbar!


Sollten Sie noch Fragen zu Pflasterarbeiten haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an uns!

Das Team von WiDi - Die Handwerker Kommen - aus Hückelhoven
freut sich auf Ihre Anfrage!